
Lagerinventuren kosten Zeit, binden Personal und stören häufig den laufenden Betrieb. Besonders bei Kleinteilen, Serienteilen oder wiederkehrenden Komponenten wird die Zählung schnell unübersichtlich, wenn Bauteile lose in Kisten oder Regalfächern liegen. Standard-Trays schaffen hier eine einfache, aber wirkungsvolle Struktur für mehr Lagerorganisation. Wie Trays die Inventur im Lager und in der Produktion optimieren, zeigt dieser Beitrag.

Sarah Guaglianone
Aktualisiert am 25. September 2026

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Eine Lagerinventur ist die vollständige Bestandsaufnahme aller Waren und Bauteile im Lager. Sie findet meist einmal jährlich zum Bilanzstichtag statt. Bei der Lagerinventur wird geprüft, ob der tatsächlich vorhandene Bestand mit dem im System gebuchten Bestand übereinstimmt. Weichen beide Werte voneinander ab, spricht man von einer Inventurdifferenz, die dokumentiert und korrigiert werden muss.
Neben der klassischen Lagerinventur gibt es die Inventur in der Produktion: Dabei werden Halbzeuge, Zwischenprodukte oder Bauteile direkt an der Fertigungslinie erfasst, häufig im Rahmen permanenter Inventurverfahren.
Inventurprozesse binden in vielen Betrieben mehrere Tage im Jahr. Besonders kritisch sind Kleinteile, die lose gelagert werden: Sie lassen sich schlecht auf einen Blick erfassen und begünstigen daher Zähl- und Zuordnungsfehler, was die Bestandsgenauigkeit spürbar senkt. Gerade wenn viele Kleinteile gezählt werden müssen, zeigen sich diese Probleme deutlich.
Typische Fehlerquellen in der Lagerinventur sind unklare Lagerplätze, Mischbestände in einem Behälter und eine fehlende optische Struktur. Wenn Mitarbeitende jedes Bauteil einzeln aus einer Kiste nehmen und zählen müssen, steigt der Zeitaufwand deutlich und mit ihm auch die Fehlerquote.

Kunststofftrays unterteilen Bauteile in feste Fächer und schaffen dadurch eine klar definierte Lagerstruktur. So lassen sich Bestände schneller erfassen und Fehlmengen unmittelbar erkennen.
| Eigenschaft des Trays | Nutzen für die Inventur |
|---|---|
| Definierte Fachanzahl | Der Bestand lässt sich auf einen Blick erfassen, statt jedes Bauteil einzeln zu zählen |
| Definierte Packdichte | Die Gesamtmenge lässt sich aus der Anzahl belegter Fächer oder vollständig gefüllter Trays berechnen |
| Leeres Fach | Signalisiert unmittelbar eine Fehlmenge |
| Vollständig gefülltes Tray | Bestätigt die vorgesehene Stückzahl |
| Feste Fachaufteilung | Verhindert, dass Bauteile lose im Behälter liegen oder sich vermischen |
Für die reine Bestandsaufnahme reichen häufig Standard-Trays mit einer passenden Fachgröße und Fachanzahl aus. Sie sind ohne individuelle Werkzeugkosten erhältlich und passen in gängige Behältersysteme wie KLT oder Eurobehälter. Sollen ähnliche Bauteilvarianten eindeutig voneinander unterschieden oder empfindliche Komponenten passgenau aufgenommen werden, kann dagegen eine individuelle Tray-Lösung mit bauteilspezifischen Formnestern sinnvoll sein. Diese unterstützt zusätzlich die Bauteilsicherheit empfindlicher Kleinteile beim Transport. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag Standard-Trays vs. individuelle Tray-Lösungen.

Das Zählen von Kleinteilen ist der zeitintensivste Teil jeder Inventur. Trays reduzieren diesen Aufwand, weil sie die Zählung von der Einzelteil- auf die Fachebene verlagern. Statt jedes Bauteil manuell zu zählen, prüfen Mitarbeitende nur noch, ob das Tray vollständig, teilweise oder gar nicht belegt ist. Bei einer standardisierten Packdichte lässt sich die Gesamtmenge direkt aus der Anzahl der belegten Fächer hochrechnen.
Beispielrechnung: Ein Tray hat 20 Fächer, jedes Fach nimmt genau ein Bauteil auf. Bei der Inventur werden 15 vollständig befüllte Trays und ein Tray mit nur 12 belegten Fächern gezählt. Die Rechnung: 15 Trays × 20 Fächer = 300 Stück, plus 12 Stück aus dem teilbefüllten Tray, macht insgesamt 312 Stück. Statt 312 Bauteile einzeln zu zählen, reicht ein Blick auf 16 Trays.

Die Sortierung ist die Grundlage jeder funktionierenden Lagerinventur. Ohne klare Trennung zwischen Bauteilvarianten entstehen Mischbestände, die sich später kaum korrekt zuordnen lassen. Trays mit unterschiedlichen individuellen Formnestern, Farbstreifen, Farben oder Kennzeichnungen ermöglichen eine eindeutige optische Trennung. Mitarbeitende erkennen auf einen Blick, welches Tray zu welchem Bauteil oder welcher Charge gehört, ohne einzelne Teile prüfen zu müssen.

| Merkmal | Funktion beim Sortieren |
|---|---|
| Bauteilspezifisches Formnest | nimmt nur ein bestimmtes Bauteil auf, verhindert dadurch Verwechslungen |
| Farbe/Farbstreifen | ermöglicht schnelle optische Zuordnung auf einen Blick, ohne Bauteile prüfen zu müssen |
| Kennzeichnung/Beschriftung | macht Bauteil- oder Chargennummern direkt am Tray sichtbar |
| Fachaufteilung | trennt mehrere Bauteilvarianten innerhalb desselben Trays sauber voneinander |
Korrekt erfasste Bestände und eindeutig sortierte Bauteile erleichtern auch die Kommissionierung. Trays und Einlagen sorgen dafür, dass Bauteile in definierter Menge und Orientierung bereitstehen. Der Vorteil: Greif- und Suchzeiten werden spürbar reduziert. Das gilt insbesondere bei wiederkehrenden Kleinteilen, die regelmäßig für Aufträge oder Produktionslinien entnommen werden.

Dieses Vorgehen eignet sich sowohl für die klassische Stichtagsinventur als auch für regelmäßige Teilinventuren einzelner Lagerbereiche oder der Inventur in der Produktion. Passende Standard-Trays finden Sie direkt im Online-Shop.
Kunststofftrays vereinfachen die Inventur im Lager und in der Produktion: Feste Fächer und definierte Packdichten beschleunigen das Zählen, erleichtern die Zuordnung und schaffen eine verlässliche Grundlage für die Kommissionierung.
Ob Sie nun ein Standard-Tray für Ihre Bestandsaufnahme benötigen oder eine individuelle Lösung sinnvoller ist, hängt von Ihren Bauteilen und der Inventurhäufigkeit ab. Lassen Sie Ihr Projekt gerne bei uns technisch prüfen und finden Sie mit formary die passende Tray-Lösung für Ihre Inventurorganisation. Einen umfassenden Überblick über Einsatzmöglichkeiten und Tray-Konzepte bietet außerdem unser kostenloses Whitepaper: Schnell zur passenden Tray-Lösung.

Eine Lagerinventur ist die vollständige Bestandsaufnahme aller Waren und Bauteile im Lager, meist einmal jährlich zum Bilanzstichtag. Dabei wird geprüft, ob der tatsächliche, physisch vorhandene Bestand mit dem im System gebuchten Bestand übereinstimmt. Weichen beide Werte voneinander ab, spricht man von einer Inventurdifferenz, die dokumentiert und im System korrigiert werden muss.