Case Studies

Nachhaltige Batteriegehäuse aus recyceltem Kunststoff statt Aluminium

Wie NAEXT durch den Wechsel zu 100 % Recycling-Kunststoff die Isolationseigenschaften verbessert und gleichzeitig Gewicht, Kosten und CO₂ reduziert.

Über NAEXT

NAEXT ist ein deutscher Hersteller nachhaltiger Energiespeichersysteme. Das Unternehmen nutzt sogenannte Second-Life-Batterien aus Elektrofahrzeugen, bereitet diese technisch auf und setzt sie in stationären Speichersystemen erneut ein. Ziel ist es, die Lebensdauer bestehender Ressourcen zu verlängern und einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten.


Branche

Elektronik

Nachbearbeitung

CNC-Fräsen

Container mit Batteriegehäusen
NAEXT Logo

Schauen Sie sich das Video zur Case Study an und erfahren Sie, wie NAEXT gemeinsam mit formary eine nachhaltigere und effizientere Gehäuselösung realisieren konnte.

Thumbnail Case Study formary x NAEXT

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Dieses Projekt zeigt, welches Potenzial im Materialwechsel von Aluminium auf Kunststoff steckt: Ein schweres, energieintensives Aluminiumbauteil wurde durch eine vollständig recycelte Kunststofflösung ersetzt. Mit Vorteilen in Isolationseigenschaften, Gewicht, Kosten, Handling und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig konnte das Projekt trotz sehr enger Zeitvorgaben erfolgreich in die Serienfertigung überführt werden. Das Resultat: Der Kunde kann sich beruhigt zurücklehnen. formary übernimmt sämtliche Anforderungen und sorgt dank des leistungsstarken Lieferantennetzwerks dafür, dass alle Vorgaben erfüllt werden.

Das Projekt im Überblick

  • Projektziel: Entwicklung einer nachhaltigen, leichteren und kosteneffizienteren Alternative zu Aluminium-Batteriegehäusen mit verbesserten Isolations- und Materialeigenschaften
  • Herausforderung: Hohe Anforderungen an Sicherheit, Staub- und Umweltschutz sowie Materialperformance bei gleichzeitig sehr kurzer Time-to-Market
  • Lösung: Entwicklung einer zweiteiligen Tiefziehlösung aus 100 % recyceltem ABS-Kunststoff als funktionale Alternative zu Aluminium
  • Ergebnis: Deutlich reduziertes Gewicht und Materialkosten, verbesserte Isolationseigenschaften sowie eine schnell verfügbare, serientaugliche Lösung

Das Problem

Nachhaltige Energiespeicher aber mit ineffizienten Komponenten

NAEXT verfolgt einen konsequent nachhaltigen Ansatz: Batterien aus Elektrofahrzeugen erhalten ein zweites Leben in stationären Energiespeichern. Im Projekt zeigte sich jedoch eine zentrale Inkonsistenz: Die eingesetzten Schutzabdeckungen bestanden aus Primäraluminium.

 

Diese sind schwer, teuer und energieintensiv in der Herstellung. Damit stand ein zentraler Bestandteil des Systems im Widerspruch zum eigentlichen Nachhaltigkeitsanspruch.

Batteriegehäuse aus Aluminium

Die Herausforderung

Substitution eines schweren, kosten- und energieintensiven Aluminiumbauteils unter engen Entwicklungszeiten

NAEXT hatte es sich zur Aufgabe gesetzt, die Schutzabdeckungen ihrer Energiespeichersysteme konsequent an den eigenen Nachhaltigkeitsanspruch anzupassen und das bestehende Aluminiumgehäuse durch eine effizientere und ressourcenschonendere Alternative zu ersetzen. Die Anforderungen an die neue Lösung waren klar definiert und technisch anspruchsvoll:

  • Schutz vor Kontakt mit spannungsführenden Teilen
  • Schutz vor Staub und Umwelteinflüssen für einen sicheren Betrieb
  • Hohe Isolationsleistung erforderlich
  • Geringes Gewicht für einfaches Handling
  • Einsatz nachhaltiger, recycelter Materialien
  • Sehr kurze Entwicklungs- und Lieferzeiten

Die Lösung

Konstruktions- und fertigungstechnische Optimierung durch Tiefziehverfahren und Kombiwerkzeug

formary entwickelte gemeinsam mit NAEXT eine vollständig neue Gehäuselösung und ersetzte Aluminium konsequent durch Recycling-Kunststoff. Die Konstruktion wurde gezielt so ausgelegt, dass:

 

Deckel und Unterteil aus einem Kombiwerkzeug gefertigt werden können

nur ein Werkzeug benötigt wird

Produktionszeit und Investitionskosten reduziert werden

 

Parallel wurde kurzfristig eine zweite Variante umgesetzt, ebenfalls aus 100 % ABS-Rezyklat. Zur Einhaltung des engen Zeitplans wurde über das formary Lieferantennetzwerk ein regionaler Produktionspartner mit sofort verfügbarer Kapazität eingebunden, wodurch die Entwicklung und Fertigung ohne Verzögerung realisiert werden konnten.

Batteriegehäuse aus Kunststoff

Der Vorteil

Kurze Wege für maximale Geschwindigkeit und Abstimmung

Durch die Auswahl eines Produktionspartners aus dem formary Netzwerk in unmittelbarer Nähe zum NAEXT-Standort konnten Muster kurzfristig vor Ort abgestimmt, persönlich abgeholt und direkt in die Anwendung überführt werden. Änderungen und Iterationen ließen sich so ohne Verzögerung umsetzen.

Das Ergebnis: maximale Umsetzungsgeschwindigkeit bei gleichzeitig hoher Qualität und enger Abstimmung zwischen allen Beteiligten.

Materialwechsel

Entscheidender Hebel für Kosten, Eigenschaften und Nachhaltigkeit

Der Wechsel von Aluminium zu Recycling-Kunststoff brachte mehrere Vorteile gleichzeitig:

 

Deutlich geringeres Gewicht

Bessere technische Eigenschaften

Einfacheres Handling im täglichen Einsatz

Reduzierte Herstellungsenergie

Niedrigere Kosten

Innere Ansicht des Batteriegehäuses aus Kunststoff
Henning Behn, Geschäftsführer von NAEXT

“Für uns war es sehr wichtig, einen Lieferanten zu haben, der uns halt von der Stunde null an bei dieser Entwicklung betreut und das haben wir eben bei formary gefunden. ”

— Henning Behn, NAEXT

Das Ergebnis

Nachhaltig, skalierbar und erfolgreich in die Serie überführt

Die gemeinsam entwickelten Gehäuseteile sind heute fester Bestandteil der NAEXT Energiespeicherlösungen. Das gemeinsame Projekt verschaffte die Grundlage für eine skalierbare Weiterentwicklung.

Entscheidend für den Projekterfolg waren dabei:

  • Schnelle Umsetzung trotz engem Zeitrahmen
  • Übertragbarkeit auf weitere Varianten
  • Kombination aus Konstruktion, Lieferantennetzwerk und Fertigungskompetenz

Herr Behn sagt: “Die Kombination aus technischer Kompetenz, regionalem Netzwerk und schneller Reaktionsfähigkeit hat dieses Projekt so einfach möglich gemacht.”

Container mit Batteriegehäusen aus Kunststoff in seitlicher Ansicht

FAQ – Häufige Fragen zu Batteriegehäusen & Materialwechsel

Warum Kunststoff statt Aluminium bei Batteriegehäusen?

Kunststoff kann, insbesondere als Rezyklat, deutlich energieeffizienter hergestellt werden und ermöglicht gleichzeitig leichtere Bauteile.

Welche Vorteile bietet Kunststoff Tiefziehen für Gehäuselösungen?
Ist Kunststoff-Recyclingmaterial für industrielle Anwendungen geeignet?
Wie schnell können solche Projekte umgesetzt werden?

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