Tiefziehteile in der Praxis

Die größten Herausforderungen für produzierende Unternehmen & im Supply Chain Management 2026

Lieferketten waren noch nie so komplex und volatil wie heute: geopolitische Spannungen, Kapazitätsengpässe, steigende Rohstoffpreise weltweit und nationale Energiepreise. Wer weiterhin wettbewerbsfähig bleiben will, muss sein Supply Chain Management (SCM) neu bewerten.


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Sarah Guaglianone

8. Januar 2026

Herausforderungen im Supply Chain Management 2026 Banner
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Inhalte

Aktuelle Herausforderungen im Einkauf & im Supply Chain Management - Das Wichtigste in Kürze

  • Zeitdruck steigt: Produktlebenszyklen verkürzen sich weiter, während Angebots- und Entwicklungsprozesse in vielen, auch kleineren, Unternehmen zu lange dauern.
  • Lieferkettenrisiken wachsen: Konzerne und große KMUs bauen verstärkt Multi-Sourcing und Frühwarnsysteme auf, um geopolitische Risiken und Störungen aufzufangen.
  • Kostentransparenz fehlt: Preise und Herstellbarkeit sind undurchsichtig, fragmentierte Herstellermärkte erschweren Angebotsvergleiche - oft fertigt nicht der effizienteste Anbieter.
  • QM-Risiken nehmen zu: Prüfberichte fehlen, QM-Zuständigkeiten und Zertifizierungen sind unklar. Fertigungsthemen wie Toleranzen und Oberflächen werden zu spät geklärt.
  • Projektstatus unklar: Ohne digitale Nachverfolgung bleiben Auftragsprozesse intransparent. Verzüge werden zu spät kommuniziert.
  • Technische Beratung fehlt: Lieferanten agieren noch zu oft als reine Lohnfertiger, ohne Beratung zu Design, Material oder Anwendung.

Was sind die größten Supply Chain Management Herausforderungen 2026?

Das neue Jahr 2026 wird die Beschaffung in produzierenden Unternehmen vor tiefgreifenden Veränderungen stellen. Das gilt vor allem für die wachsenden Supply Chain Management Herausforderungen – von globalen Abhängigkeiten bis hin zu massiver Planungsvolatilität. Zu den größten Herausforderungen zählen unter anderem

  1. Zunehmender Zeitdruck
  2. Instabile Lieferketten
  3. Fehlende End-To-End-Transparenz
  4. Steigender Kostendruck
  5. Hohe Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen
  6. Fehlende technische Beratung

Dazu mehr in den folgenden Abschnitten.

1. Zeitdruck durch verkürzte Produktlebenszyklen

Hand, die eine Uhr hält

Produktlebenszyklen werden kürzer, gleichzeitig sind viele Angebots- und Beschaffungsprozesse veraltet. Zeitintensive manuelle Abstimmungen, fehlende Automatisierung und langwierige interne Freigabeschritte verzögern die Angebotserstellung, Lieferzeiten und Produktionsfreigaben.

Auf diese Herausforderungen reagieren Unternehmen zunehmend mit Szenario-Simulationen und automatisierten Forecast-Prozessen, um Werkzeug- und Materialkapazitäten planbarer zu steuern und ihre Beschaffungsprozesse zu optimieren.

ℹ️ Gerade im Kunststoff Tiefziehen, wo Werkzeugkosten, Materialauswahl und Erstbemusterung entscheidend sind, entstehen Verzögerungen schnell und verschieben Markteinführungen um Wochen.

2. Lieferketten- & Resilienzdruck

Große Unternehmen erwarten heute, dass Lieferketten Störungen nicht nur bewältigen, sondern aktiv antizipieren können. Wichtige Entwicklungen dabei sind:

  • Multi-Sourcing statt Single-Sourcing
  • Frühwarnsysteme & Control Towers
  • Partnerschaftliche Lieferantenmodelle

Diese Entwicklungen zeigen klar, dass Unternehmen aktiv auf Supply Chain Management (SCM) Herausforderungen reagieren müssen, um Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

ℹ️ Für Kunststoff Tiefziehteile bedeutet das konkret: Unternehmen dürfen sich nicht mehr auf einzelne, historisch gewachsene Lieferanten verlassen – unabhängig von Standort oder Region. Genauso brauchen globale Lieferketten regionale Redundanzen, um geopolitische, logistische Risiken und Materialengpässe zu minimieren. Sonst tragen Unternehmen ein erhebliches Risiko, besonders bei Serienprojekten mit kurzer Time-to-Market und wachsenden Lieferkettenrisiken.

3. Fehlende Kostentransparenz im Beschaffungsmarkt

In vielen B2B Fertigungsverfahren, auch dem Kunststoff Tiefziehen, ist es typisch, dass Angebotspreise nicht eins zu eins vergleichbar sind. Die Hauptgründe sind

  • Maschinenpark (Automatisierungsgrad, Zykluszeiten, Komplexität)
  • abweichende Werkzeugkonzepte
  • variable Kalkulationslogiken
  • Materialstrategie (Einkaufspreise, Lagerware, Eigenextrusion)
  • Margenauslegung je nach aktueller Kapazitätsauslastung

Diese Preisintransparenz zählt inzwischen zu den unterschätzten Supply Chain Management Herausforderungen, da sie direkte Auswirkungen auf Planungssicherheit und Einkaufseffizienz hat. Klassische Einkaufsverhandlungen reichen nicht mehr aus: Unternehmen benötigen datenbasierte Analysewerkzeuge, Preisbenchmarks und Herstellbarkeitsbewertungen, um Entscheidungen belastbar zu treffen.

4. Mangelhafte Qualitätssicherung über den Projektverlauf

Fehlende Qualitätssicherung als eine der großen SCM Herausforderungen

Ein häufiger Engpass im Supply Chain Management ist das Qualitätsmanagement (QM). Typische Probleme sind dabei:

  • Unklare Zuständigkeiten im QM
  • Fehlende oder nicht mitgelieferte Prüfberichte
  • Späte Definition kritischer Spezifikationen (Toleranzen, Oberflächen, Materialverhalten)
  • Fehlende Vorwarnsysteme bei Abweichungen

Durch die Verbindung aus Qualitätsrisiken und Lieferkettenkomplexität verstärken sich SCM Herausforderungen entlang des gesamten Projektlebenszyklus erheblich. Ohne durchgängige QM-Prozesse entstehen so Unsicherheiten in Produktion und Erstmusterprüfung. Das führt dementsprechend zu Nacharbeit, Verzögerungen und erhöhtem Risiko in der Serienfertigung.

5. Intransparente Auftragsabwicklung

Einmal platzierte Aufträge entwickeln sich in vielen Unternehmen zur Blackbox:

  • Welcher Projektstatus?
  • Wann ist der nächste Meilenstein?
  • Wurden Freigaben erteilt?

Ohne strukturierte Projektkommunikation und digitale Nachverfolgbarkeit geraten Statusinformationen schnell aus dem Blick. Das Ergebnis sind Missverständnisse, verspätete Lieferungen und hoher interner Koordinationsaufwand.

Gerade 2026 wird Transparenz in Lieferketten jedoch zur Grundvoraussetzung: Control-Tower-Modelle, Tracking-Tools und Echtzeitdaten gewinnen massiv an Bedeutung, weil sie Risiken sichtbar machen, die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen und damit kritische Supply Chain Management Herausforderungen lösen.

6. Kaum technische Beratung

Fehlende technische Beratung als Supply Chain Management Herausforderung

Viele Fertiger verstehen sich lediglich als Umsetzer von CAD-Daten. Eine aktive technische Beratung findet nicht statt. Häufige Folgen davon sind:

  • Technische Rückfragen bleiben unadressiert
  • Sonderwünsche werden nicht geprüft
  • Material- und Designoptimierung fehlt

Dabei wären Beratung zu Materialwahl, Design für Manufacturability und Anwendungstechnik ein klarer Hebel im Rahmen der aktuellen Herausforderungen im Einkauf, um ein wirtschaftlich und funktional optimales Produkt zu realisieren.

Übersicht: Zentrale Herausforderungen in Einkauf und Supply Chain Management 2026

HerausforderungEinordnungAuswirkung auf Unternehmen
Zeitdruck & verkürzte ProduktlebenszyklenVeraltete Beschaffungsprozesse, lange Angebots- & Freigabezyklen verlangsamen Projekte.Verzögerte Markteinführung & steigende interne Kosten
Lieferketten- & ResilienzdruckGeopolitische Risiken, Materialengpässe und Bedarf an Multi-Sourcing & Frühwarnsystemen.Höhere Abhängigkeit & Risiko instabiler Lieferketten
Fehlende KostentransparenzPreise, Materialkosten und Herstellbarkeit schwer vergleichbar; Markt fragmentiert.Unsichere Kalkulation & erschwerte Einkaufsentscheidungen
Qualitäts- und QS-RisikenFehlende Prüfberichte, spät definierte Spezifikationen & uneinheitliches QM.Höhere Ausschussquote, Nacharbeit & Terminrisiken
Projekt- & ProzessintransparenzAuftragsstatus bleibt oft unklar, fehlende digitale Nachverfolgung.Kommunikationsaufwand steigt, Liefertermine wackeln
Mangelnde technische BeratungLieferanten agieren meist nur als Umsetzer ohne Material- oder Designinput.Unoptimierte Bauteile, höhere Kosten & technische Risiken

Welche Unternehmen sind besonders von den aktuellen Lieferkettenrisiken & aktuellen Herausforderungen im Einkauf betroffen?

Besonders betroffen sind produzierende Unternehmen mit:

  • hoher Variantenvielfalt
  • kurzen Produktlebenszyklen
  • internationalen Lieferketten
  • hohen Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen

Dazu zählen unter anderem Maschinenbau, Medizintechnik, Elektronik, Automotive und Industrie.

Wie formary diese Herausforderungen für die Beschaffung von Kunststoff Tiefziehteilen systematisch löst

Gerade in der Beschaffung von Kunststoff Tiefziehteilen zeigen sich diese aktuellen Herausforderungen im Einkauf besonders deutlich: fehlende Daten, ein fragmentierter Markt und große Preisunterschiede erschweren schnelle und sichere Entscheidungen.

formary setzt aus diesem Grund nicht punktuell an, sondern digitalisiert und strukturiert den gesamten Beschaffungsprozess für Kunststoff Tiefziehteile.

formary Startseite zur digitalen Beschaffung von Tiefziehteilen

Beschleunigte Prozesse und reduzierte Time-to-Market

formary digitalisiert Anfrage, Angebot und Projektabwicklung vollständig:

Dadurch verkürzen sich Projektlaufzeiten deutlich. Der Time-to-Prototyp sinkt von 6–8 Wochen auf 2–3 Wochen, Projektzeiten reduzieren sich um bis zu 70 % .

ℹ️ Praxisbeispiel: Wie effektiv diese Beschleunigung funktionieren kann, zeigt die Zusammenarbeit mit iThera Medical. Für eine neue Gerätegeneration benötigte das MedTech-Unternehmen Medizintechnik Gehäuse mit anspruchsvollen technischen Anforderungen und extrem kurzer Lieferzeit.

formary optimierte das Design für Kosteneffizienz, verteilte die Fertigung flexibel im Netzwerk und organisierte alternative Materialquellen, als ein Lieferant ausfiel. Das Ergebnis: termingerechte Hochpräzisions-Prototypen trotz Materialengpässen – und rund 50 % Kostenreduktion im Projekt.

Transparente Kosten und verlässliche Vergleichbarkeit

formary schafft Kostentransparenz durch:

  • KI-gestütztes Lieferanten-Matching
  • direkte Herstellerpreise ohne versteckte Aufschläge
  • einheitlich strukturierte Angebote im Kundenportal

Einkäufer erhalten belastbare Entscheidungsgrundlagen und reduzieren Projektkosten so um bis zu 30 % .

ℹ️ Lesen Sie dazu mehr in unserem Blogbeitrag: 5 Hebel, mit denen formary die Tiefziehkosten senkt.

Durchgängige Qualitätssicherung von Anfang an

Qualitätssicherung ist bei formary integraler Bestandteil des Prozesses:

  • ausschließlich auditiertes, ISO-zertifiziertes Partnernetzwerk
  • digitale DfM-Analyse mit Simulation kritischer Geometrien
  • vollständige QS- und Prüfberichtsdokumentation
  • klare Zuständigkeiten über den gesamten Projektverlauf

Fehler werden früh erkannt, bevor sie in Werkzeugen oder Serienprozessen teuer werden.

Durchgängige Qualitätssicherung

Transparente und steuerbare Auftragsabwicklung

Über das formary Kundenportal behalten Unternehmen jederzeit den Überblick:

  • Projektstatus in Echtzeit
  • digitale Freigaben von CAD-Daten und Prototypen
  • Liefer- und Versandtracking
  • zentrale Ablage aller Projektdokumente

Damit wird die Auftragsabwicklung planbar und nachvollziehbar.

Technische Beratung statt reiner Lohnfertigung

formary agiert als Single Point of Contact und übernimmt die technische Verantwortung:

Vorteile von formary im Beschaffungsprozess

formary VorteileWas formary bietetformarys konkreter Nutzen für Unternehmen
Beschleunigte ProjektzeitenAnfrage, Angebot & Abwicklung werden digitalisiert: Angebot in 24h, Time-to-Prototype 6–8 auf 2–3 Wochen reduziert.Schnellere Markteinführung, kürzere Entwicklungszyklen, weniger Abstimmungsaufwand
Transparente Kosten & VergleichbarkeitKI-gestütztes Lieferanten-Matching & direkte Herstellerpreise schaffen Klarheit ohne Aufschläge.Bis zu 30 % Kosteneinsparung & verlässliche Entscheidungsbasis
Durchgängige QualitätssicherungISO-zertifizierte Partner, DfM-Analysen & vollständige Prüfberichte im Prozess integriert.Frühzeitige Fehlererkennung & weniger Produktions- und Serienrisiken
Digitale Auftrags- & ProjekttransparenzEchtzeitstatus, digitale Freigaben, Versandtracking & Dokumentenportal.Planbare Lieferketten, weniger Koordinationsaufwand, höhere Prozesssicherheit
Technische Beratung & Know-howformary liefert Design-, Material- & Machbarkeitsberatung statt reiner Fertigung.Optimierte Bauteile, weniger Korrekturschleifen, geringere Fehlinvestitionen
Flexibles FertigungsnetzwerkVerteilte Fertigung & alternative Quellen verhindern Engpässe bei Lieferantenausfällen.Höhere Resilienz & geringeres Supply-Chain-Risiko

Häufige Fragen zu Supply Chain Management Herausforderungen & Tiefziehteil-Beschaffung

Was sind die größten Supply Chain Management Herausforderungen 2026?

Die größten Supply Chain Management Herausforderungen 2026 sind zunehmender Zeitdruck, instabile Lieferketten, fehlende End-to-End-Transparenz, steigender Kostendruck sowie hohe Qualitäts- und Dokumentationsanforderungen. Unternehmen müssen ihre Beschaffung deutlich flexibler, digitaler und resilienter aufstellen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Warum werden Supply Chain Management Herausforderungen 2026 zum Wettbewerbsfaktor?

Unternehmen, die ihre Beschaffungs- und Lieferkettenprozesse nicht weiterentwickeln, verlieren 2026 an Geschwindigkeit, Planungssicherheit und Kosteneffizienz. Resiliente Supply Chains entscheiden zunehmend darüber, ob Produkte rechtzeitig, wirtschaftlich und in gleichbleibender Qualität verfügbar sind.

Warum reicht klassischer Einkauf 2026 nicht mehr aus?

Weil klassische Einkaufsprozesse zu langsam, zu intransparent und zu reaktiv sind, um komplexe Lieferketten effizient zu steuern.

Was bedeutet Time-to-Market in der Beschaffung?

Time-to-Market beschreibt die Zeit vom Produktentwurf bis zur Serienreife. Verzögerte Angebote und lange Abstimmungen verlängern diese Zeit und verringern Wettbewerbsfähigkeit.

Warum ist Kostentransparenz wichtig?

Transparenz ermöglicht vergleichbare Angebote, bessere Partnerwahl und reduziert unerwartete Kosten durch klare Preis- und Herstellbarkeitsinformationen.

Welche Rolle spielt Qualitätssicherung im Beschaffungsprozess?

Die Qualitätssicherung stellt sicher, dass Spezifikationen eingehalten werden. Fehlende Prüfberichte und späte Toleranzdefinitionen erhöhen Fehler- und Nacharbeitsrisiken.

Wie verbessert digitale Nachverfolgbarkeit die Auftragsabwicklung?

Digitale Systeme geben Echtzeit-Status, verhindern Informationsverluste und reduzieren interne Koordinationskosten.

Warum ist technische Beratung relevant?

Technische Beratung optimiert Materialwahl und Design in frühen Phasen. Ohne sie werden wirtschaftliche und funktionale Potenziale oft nicht genutzt.


Fazit - SCM & Beschaffung von Kunststoffteilen muss 2026 neu gedacht werden

Beschaffungsprozesse 2026 sind geprägt von steigendem Zeitdruck, fehlender Transparenz und unzureichender Qualitätssicherung. Gleichzeitig mangelt es an digitaler Projekttransparenz und technischer Beratung. formary zeigt, wie eine digitale, technisch fundierte und transparente Beschaffung von Kunststoff Tiefziehteilen heute aussehen kann – schneller, sicherer und wirtschaftlicher.

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